Bild: 20th Century Fox

Kino

Filmkritik: The Greatest Showman

 Mit „The Greatest Showman“ ist Phineas Taylor Barnum gemeint, der im 19. Jahrhundert in Amerika gelebt hat und auf dessen Leben der Film lose basiert. Er gilt als Begründer und „Vater“ des Showbusiness , dessen „Geburt“ der Inhalt des pompösen Musicals ist. P. T. Barnum (Hugh Jackman) hat schon immer den Traum gehabt , auf einer Bühne sein Publikum zu unterhalten. In Armut aufgewachsen, möchte er seiner Frau (Michelle Williams) und seinen beiden Töchtern ein sorgenfreies Leben garantieren. Stattdessen geht seine Firma pleite und  er verliert seinen Job. Um seinen Lebenstraum dennoch näher zu kommen, leiht er sich unter zwielichtigen Voraussetzungen Geld und investiert zuerst erfolglos in ein Kuriositätenkabinett. Als seine Kinder ihm raten, dem Publikum etwas Lebendiges, beispielsweise eine Meerjungfrau zu zeigen, kommt er auf eine im wahrsten Sinne kuriose Idee. Er sucht außergewöhnliche und körperlich nicht der Norm entsprechende Menschen wie z.B. eine Frau mit Vollbart oder Siamesische Zwillinge. Mit diesen „Freaks“ und mit Hilfe seines Geschäftspartners Philip Carlysle (Zac Efron) stellt er eine Musik- und Tanzshow auf, die beim Publikum sehr gut ankommt. Um in der „besseren“ Gesellschaft sein Ansehen zu erhöhen, organisiert er zudem noch eine Tournee für die in Amerika anfänglich noch unbekannten schwedischen Sängerin Jenny Lind (Rebecca Ferguson). Nach einem Großbrand eröffnet er einen Wanderzirkus und gilt seitdem als amerikanischer Zirkuspionier.

Seine stärksten Momente hat „The Greatest Showman“ bei seinen Musikstücken. Sie sind wie ein schönes Feuerwerk: grell, explosiv, mitreißend und schön anzusehen. Jedoch auch wenig nachhaltig und schnell wieder vergessen. Die modernen, poppigen Musikstücke  setzen einen krassen Gegensatz zum restlichen Film, der (wie schon erwähnt) im 19. Jahrhundert spielt.

Hugh Jackman hat schon im Musical „Les Miserables“ gezeigt, dass er gerne und gut singt und tanzt. Er stellt den Entertainer und Visionär Barnum mit Begeisterung und großer Präsenz dar.

Viele seiner Zeitgenossen hätten Barnum wohl einen Hochstapler und Gauner genannt – aber um eine realitätsnahe Verfilmung seiner Lebensgeschichte geht es den Filmemachern nicht. Gesichtspunkte wie Rassismus und Diversität werden zwar angesprochen, jedoch nicht weiter vertieft. Die Geschichte verläuft ohne große Überraschungen.

Der Film basiert auf keinem schon bestehenden Musical und ist für drei Golden Globes nominiert. Die Filmmusik ist von John Debney und Joseph Trapanese komponiert worden , die zuvor bereits Lieder für das Oscar-Musical „La La Land“ geschrieben haben.

Fazit

Wer Verfilmungen von Musicals und Filme mit Hugh Jackman mag, ist bei „The Greatest Showman“ im richtigen Film. Die Musikeinlagen dieser Pop-Oper sind grandios, kurzweilig und mitreißend. Die Story jedoch ist vorhersehbar und nicht sehr tiefgehend.

Bewertung: 3/5 Punkten

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