Bericht

20 Jahre „James Bond – Der Morgen stirbt nie“ mit Götz Otto – ein Bericht

Der Bondklassikers „James Bond – Der Morgen stirbt nie“ feiert 20 jähriges Jubiläum – Aus diesem Anlass hat der Präsident des „James Bond Club Deutschland“ Andreas Pott gemeinsam mit dem Filmmuseum Frankfurt den „Bösewicht“ Götz Otto in die Mainmetropole eingeladen.

Der sympathische Schauspieler kennt die Bankenstadt gut, denn er ist 1967 in Dietzenbach bei Offenbach geboren. Entspannt schreibt er – eingekleidet im Original Anzug, den er im Film getragen hat – zahlreiche Autogramme und steht für Selfies zur Verfügung.

Der Film wird klassisch analog in einer 35mm Originalfassung mit deutschem Untertiteln im Museumskino gezeigt. Unter den Zuschauer finden sich neben eingefleischten Fans auch einige Bondneulinge. Vor dem Film gibt es noch einen interessanten Einführungsvortrag von Autor, Journalist und Fernsehmoderator Thorsten Link mit einem Schwerpunkt auf dem Thema „Bond und seine Autos“.

Nach dem Film erzählt Götz Otto im Gespräch mit Urs Spörri vom Deutschen Filminstitut über seine Karriere (u.a Schindlers Liste) und natürlich über seine Arbeit am Set von James Bond. Er berichtet, dass es für die recht physische Darstellung des skrupellosen Handlangers Stamper keine großen Vorgaben des Regisseurs gegeben hat und dass er immer noch mit Pierce Brosnan in Kontakt steht.

Der Film ist über den Zeitraum von 9 Monaten gedreht worden, davon ist Götz Otto sechs Monate an den unterschiedlichen Sets gewesen. Diese sind noch wirklich in den Pinwood Studios aufgebaut worden und zwar in den Dimensionen von Flugzeughangars. Er berichtet auch von seinem zweiten Casting gemeinsam mit Alan Rickman (Severus Snape bei Harry Potter), der für die später von Jonathan Pryce (des weiteren Bondbösewichtes Elliot Carver) gespielte Rolle vorsprochen hat. Große Teile des Scriptes sind erst am Set geschrieben worden, da der Film wegen einer finanziellen Notlage des produzierenden Studios MGM noch vor Weihnachten fertig werden sollte. Danach beantwortet er noch bereitwillig Fragen des Publikums. Auf die Frage, ob es bei einer solchen Rolle denn Gagenverhandlungen gegeben oder man bereitwillig den Vorschlag des Studios angenommen hat, antwortet Götz Otto mit breitem Grinsen: „Genau dies – bei solch einer Gelegenheit verhandelt man nicht.“

 

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Text: Tobias Böhm, Fotos: Markus Wissmann

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