Bild: Paramount Pictures

Kino

Unsere Filmkritik zu Operation: Overlord

 

Blut, Explosionen, abgerissene Gliedmaße, Freundschaft, Hass, schöne Frauen, böse Nazis und Zombies. Der Trailer zu „Operation: Overlord“ von Produzent J. J. Abrams, verspricht alles zu haben, was eine vergnügliche Monstershow vor historischem Hintergrund braucht.

Bild: Paramount Pictures

(L) Jovan Adepo as Boyce in the film, OVERLORD by Paramount Pictures

Ein Trupp der US-Luftwaffe wird über Frankreich von den Deutschen abgeschossen. Die Überlebenden können sich mit Hilfe einer schönen jungen Französin in ein Dorf retten und vor den Nazis verstecken. Allerdings lassen sie ihr Ziel, die Luftverteidigungsanlage der Deutschen auszuschalten und so die Landung der Westalliierten an der französischen Küste zu ermöglichen, nicht aus den Augen.

Im Dorf selbst entdeckt der Protagonist Boyce, dass die Nazis dort nicht nur die Einwohner unterdrücken, sondern auch bestialische medizinische Experimente an ihnen durchführen. Sie versuchen eine 1000-jährige Armee für ein 1000-jähriges Reich zu schaffen. Das Ergebnis: Zombies.

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Jovan Adepo as Boyce in the film, OVERLORD by Paramount Pictures

Für den Film sprechen zum einen die sehr guten visuellen und Sound-Effekte. Gerade der Abschuss des Flugzeugs zu Beginn des Films wirkt erstaunlich überzeugend und realistisch. Zum anderen helfen auch die durchaus sympathischen Charaktere über die Längen des Films hinweg zu sehen. Vor allem der Soldat Boyce, gespielt von Jovan Adepo, der 2016 an der Seite von Denzel Washington und Viola Davis in „Fences“ debütierte, ist der klassische moralische Held der Geschichte. Er bildet einen angenehmen Kontrast zu seinem rauen, abgebrühten Vorgesetzten Ford (Wyatt Russell).

Mathilde Ollivier überzeugt in ihrer Rolle als Chloe. Sie ist die mütterliche Schönheit, die sich nach dem Verlust der Eltern um Bruder und Tante kümmert. Darin wirkt sie wie eine Mischung aus Katniss Everdeen und Shosanna aus Tarantinos „Inglorious Basterds“.

 

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(L-R) Iain de Caestecker as Chase and John Magaro as Tibbet in the film, OVERLORD by Paramount Pictures

Leider belässt „Operation: Overlord“ den Zuschauer aber in einem unangenehmen Schwebezustand. Die besten Zombie-Szenen wurden bereits im Trailer gezeigt und die Story ist eher flach und rein linear erzählt – was für einen ausgesprochenen Zombiefilm durchaus funktionieren kann. Doch am Ende hat „Operation: Overlord“ zu wenig Story um die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu halten, oder zu wenig Kunstblut/Ekel/Grusel/Spannung um als Zombie-Film zu überzeugen.

Fazit

„Operation: Overlord“ ist unterhaltsam, aber weder Fisch noch Fleisch, lebt von Stereotypen (mütterliche Schönheit, mutiger Held, gewissenhafter Soldat, perverser Nazi) und bietet eigentlich nichts Neues, auch wenn man als Zuschauer noch nicht sehr viele Nazi- oder Zombie-Filme gesehen hat. Allerdings sind die Effekte sehr gut, vor allem der Flugzeugabsturz und die Zombie-Verwandlungen.

Bewertung: 2/5 Punkten

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