Bericht

Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises 2017 in der Alten Oper: Ulrich Tukur bekommt den Ehrenpreis – Newcomerin des Jahres ist Jasna Fritzi Bauer

Die Verleihung des Hessischen Film- und Kinopreises verläuft in diesem Jahr in acht Kategorien durchaus unterhaltsam. Moderator Jochen Schropp schafft es, mit Hilfe lustiger Filmeinspieler und wechselnden Moderationspartnern den Abend abwechslungsreich zu gestalten. In den Filmclips nimmt er sich oft selbst aufs Korn bzw. werden berühmten Filmen Referenzen erwiesen. Die Moderationen mit u.a. Lisa-Marie Koroll und Lea van Acken spannen geschickt einen Bogen zu der nächsten Preiskategorie.

Kunst- und Kulturminister Boris Rhein zeichnet Jasna Fritzi Bauer mit dem auf 7500 Euro dotierten und erstmalig vergebenen Newcomerpreis aus. Sie bekommt zusätzlich noch von Moderator Jochen Schropp einen Toaster geschenkt (ihr Lieblingsessen ist Schinken– Käse-Toast).

Zur Musik von „der Pate“ überreicht Ministerpräsident Volker Bouffier unter Standing Ovations „seinen“ Ehrenpreis an den im hessischen Viernheim geborenen Ulrich Tukur, der als einer der renommiertesten Filmschauspieler seiner Generation in Deutschland gilt. Er wiederum bekommt keinen Toaster und der Preis ist auch nicht dotiert.
Weitere Gewinner des Hessischen Film- und Kinopreises sind:

 

In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Spielfilm (25.000 Euro) gewann „Nur Gott kann mich richten“ (Regie: Özgür Yildirim).

In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Dokumentarfilm (15.000 Euro) gewann „Wunder der Wirklichkeit“ (Regie: Thomas Frickel).

In der Kategorie Hessischer Filmpreis – Kurzfilm (5.000 Euro) gewann „Familienzuwachs“(Regie Teresa Hoerl).

Den Hessischen Drehbuchpreis (7.500 Euro) gewann „Schneegestöber“ (Autor: David Ungureit, Bearbeitung: Rolf Silber).

Den Hessischen Hochschulfilmpreis (7.500 Euro) gewann „Ink of Yam“ (Tom Fröhlich).

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Beste Schauspielerin (undotiert) gewann Corinna Harfouch für ihre Leistung im Fernsehfilm „Viel zu nah“ (ARD) 2017, Regie: Petra K. Wagner.

In der Kategorie Hessischer Fernsehpreis – Bester Schauspieler (undotiert) gewann Jens Harzer für seine Leistung im Fernsehfilm „Tatort – Amour fou“ (ARD) 2017, Regie: Vanessa Jopp.

 

Mit den hessischen Kinokulturpreisen werden nichtgewerbliche und gewerbliche hessische Programmkinos ausgezeichnet.

Folgende gewerbliche Kinos sind ausgezeichnet worden: das Mal Seh’n Kino in Frankfurt, die BALI-Kinos in Kassel, den Filmladen in Kassel, Orfeo’s Erben in Frankfurt, Harmonie Kinos in Frankfurt, Capitol Kino in Witzenhausen, Kino Traumstern in Lich, Programmkino Rex in Darmstadt, das Lichtspielhaus Lauterbach in Lauterbach und das Kammer-Palette-Atelier in Marburg.

Folgende Nichtgewerbliche Kinos, Kommunale Kinos und Abspielstätten sind ausgezeichnet worden: das Kommunale Kino Eschborn, das Murnau Filmtheater in Wiesbaden, Filmkreis – Das Unikino in Darmstadt, das Kino Pupille in Frankfurt, das Kommunale Kino Weiterstadt, das naxos.Kino in Frankfurt, das TraumKino im G-Werk in Marburg, das Filmforum Höchst in Frankfurt, das Kino des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt und die Caligari FilmBühne in Wiesbaden.

Diese kulturell engagierten Kinos bekommen das Preisgeld für ihre besondere Programmgestaltung verliehen.

 

Zusätzlich zur schon beschriebenen unterhaltsamen Rahmenshow und den zwei Musikdarbietungen von Cassandra Steen ist dieser Abend sehr kurzweilig verlaufen. Die Preisträger und das gut unterhaltende Publikum lassen den Abend noch bei einem Glas Sekt und einem ausgedehnten Buffet auf der After-Show Party auslaufen.

 

 

 

Text: Tobias Böhm, Fotos: Markus Wissmann

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