Fünf Raumflüge, zwei Raumstationen und mehr als 55 Tage im All: Die ehemalige NASA-Astronautin Marsha Ivins besucht am Samstag, den 24. Oktober 2026, das Technik Museum Speyer. Im Rahmen ihres Besuchs wird sie die Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“ besichtigen und im Anschluss in einem englischsprachigen Vortrag über ihre Karriere und ihre Missionen berichten.
Die Veranstaltung findet von 14:00 bis 15:30 Uhr im FORUM Kino des Museums statt und ist im regulären Eintrittspreis enthalten. Im Anschluss an den Vortrag besteht für Kinder bis 14 Jahre die Möglichkeit, sich mit der Astronautin fotografieren zu lassen. Weitere Informationen und Tickets sind auf der Website des Museums verfügbar ( https://www.technik-museum.de/de/events/jahreskalender/marsha-ivins/ )
Eine Karriere zwischen Cockpit und Erdumlaufbahn
Marsha Ivins, geboren 1951 in Baltimore, Maryland, begann ihre Laufbahn 1974 als Ingenieurin am Johnson Space Center der NASA in Houston. Dort arbeitete sie unter anderem an der Entwicklung von Cockpit-Displays für das Space-Shuttle-Programm, bevor sie ab 1980 als Copilotin und Testtechnikerin eingesetzt wurde. 1984 wurde sie für die zehnte Astronautengruppe der NASA ausgewählt.
Zwischen 1990 und 2001 absolvierte Ivins insgesamt fünf Raumflüge mit den Space Shuttles „Columbia“ und „Atlantis“ – von der Bergung der Forschungsplattform LDEF bei Mission STS-32, über den Test des Tethered Satellite System bei STS-46, bis hin zum Andocken an die russische Raumstation Mir während STS-81. Ihre letzte Mission, STS-98, brachte 2001 das US-Forschungslabor „Destiny“ zur Internationalen Raumstation ISS. Insgesamt verbrachte sie fast 56 Tage im Weltraum und umrundete die Erde 885 Mal.
Zeitzeugin in der größten Raumfahrtausstellung Europas
Der Besuch führt die Astronautin in eine Ausstellung, die sich thematisch eng mit ihrer eigenen Laufbahn verknüpft: „Apollo and Beyond“ gilt als größte Präsentation astronautischer Raumfahrt in Europa und zeigt originale Exponate von den frühen Mondmissionen bis zur ISS – darunter auch ein Experiment, das einst an Bord der Plattform EURECA flog, an deren Aussetzung Ivins 1992 beteiligt war. Mit ihrem Besuch verbindet sich damit museale Technikgeschichte mit persönlichen Erfahrungen aus einem aktiven Astronautenleben.



