Beitragsbild: Zoo Frankfurt

Ankündigung

Zuwachs im Borgori-Wald: Frankfurter Gorilla-Gruppe erhält Verstärkung

Der Frankfurter Borgori-Wald ist um drei prominente Bewohner reicher. Seit heute sind die Gorilla-Dame AYA sowie ihre beiden Nachkommen AYBA und AYABU für die Öffentlichkeit im Menschenaffenhaus zu sehen. Die Neuzugänge aus dem Zoo Rotterdam vergrößern die lokale Gruppe der Westlichen Flachland-Gorillas damit auf insgesamt acht Individuen.

Die Dynamik innerhalb der Gruppe hatte sich erst kürzlich verändert: Die neunjährige WELA verließ im März ihren Geburtsort Frankfurt, um in den Nyíregyháza Zoo in Ungarn umzuziehen. Der nun erfolgte Zuzug aus den Niederlanden gleicht diesen Abgang nicht nur aus, sondern sorgt für neue soziale Impulse.

Details zur Integration und den Hintergründen

Die Eingewöhnung verlief bisher schrittweise. Nach vier Wochen hinter den Kulissen bezog das Trio nun eine der beiden Anlagen – vorerst noch getrennt von der Stammgruppe. „Die Integration in die Stammgruppe, die von Silberrücken VIATU angeführt wird, erfolgt behutsam und mit Geduld. VIATU bekommt mit AYA und AYBA gleich zwei neue Weibchen in seinen Harem. Das wird eine Herausforderung, denn die Gruppe muss sich neu strukturieren. „Mit der 43-jährigen REBECCA haben wir glücklicherweise ein sehr ausgleichendes Weibchen dabei, das schon bei mehreren Integrationen die Emotionen geglättet hat“ erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.

Besonders für den Frankfurter Gorilla ARCO bedeutet der Zuwachs eine Veränderung im Alltag: Er erhält mit dem etwa gleichaltrigen AYABU einen neuen Spielgefährten. Neben den Gorillas bewohnen auch neun Rotscheitelmangaben die Anlage. Laut Dr. Christina Geiger sorgen die kleineren Primaten für ordentlich Trubel: „Die neun Rotscheitelmangaben mischen die Gorilla-Gruppe auf. Obwohl sie viel kleiner und schlanker als die Gorillas sind, lassen sie sich von ihren Mitbewohnern nichts gefallen.“

Hinter den Kulissen spielt Frankfurt eine zentrale Rolle für den Fortbestand der Art: Das Internationale Zuchtbuch (ISB) für Gorillas wird hier geführt, koordiniert durch das EAZA Ex-situ-Programm. Angesichts der Einstufung der Westlichen Flachland-Gorillas als „vom Aussterben bedroht“ auf der Roten Liste der IUCN, bleibt die Arbeit der Zoos beim Management der Population entscheidend.