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Frankfurt

Eschborn–Frankfurt 2026: Zimmermann setzt sich im Spurt durch, Rutsch gewinnt Bergwertung

1. Mai 2026 – Im Ziel der legendären UCI-Profirunde Eschborn–Frankfurt feierte Georg Zimmermann (Lotto Intermarché) seinen bisher größten Erfolg. Nach einer Laufzeit von 4:59:34 Stunden setzte sich der amtierende Deutsche Straßenmeister in einem hochdramatischen Zielsprint gegen Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team) und Ben Tulett (Team Visma I Lease a Bike) durch.

„Das ist der größte Sieg meiner Karriere“, sagte Zimmermann im Ziel. „Mein Plan war es, von hinten in die letzte Kurve zu gehen und dann zu attackieren. Das Tempo war allerdings sehr hoch und ich habe befürchtet, dass ich mich verpokert habe. Bei 300 Metern bin ich mit Schwung los und die letzten 150 Meter bin ich von vorne gefahren. Ich habe alles aufs Pedal geworfen und gehofft, dass keiner mehr rankommt. So war es zum Glück auch. In diesem schönen Trikot wollte ich unbedingt ein Rennen gewinnen. Umso schöner, dass es hier in Frankfurt geklappt hat.“

Mit diesem Erfolg stellt sich Georg Zimmermann in die Riege der elf Deutschen, die den Klassiker bisher für sich entscheiden konnten. Als erster Deutscher seit Pascal Ackermann im Jahr 2019 dominierte er schlussendlich die 211 Kilometer lange und mit 3.300 Höhenmetern anspruchsvolle Strecke.

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Neben dem Etappensieg war es auch für seinen Lotto Intermarché-Kollegen Jonas Rutsch ein herausragender Tag. Der 28-Jährige agierte in einer frühen Ausreißergruppe und sicherte sich durch konstante Angriffe auf den Bergwertungen entscheidende Punkte. Besonders am dritten und letzten Anstieg, dem Burgweg, holte der Erbacher die Finalzähler und krönte sein Engagement mit dem Sieg in der Bergwertung. „Bei dem nochmals verschärften Streckenprofil war es klar, dass ich nur etwas bewirken kann, wenn ich von Beginn an vorne mitfahre“, sagte Rutsch. „Dass ich um die Bergwertung kämpfe, war nicht geplant und hat sich erst im Verlauf ergeben. Bei dem unglaublich schnellen Rennen sind mir am Ende die Lichter ausgegangen. Umso schöner, dass Georg gewonnen hat.“

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Die Prognosen für ein selektives, temporeiches Rennen bestätigten sich bereits am Start am Eschenplatz in Eschborn, wo 146 Fahrer ins Rennen gingen. Nach der ersten Frankfurter Durchfahrt lösten sich früh die ersten Fahrer ab. Thomas Gachignard und Samuel Leroux (TotalEnergies) bildeten anfangs das Führungsduo, ehe Matyáš Kopecký (Unibet Rose Rockets) und Jonas Rutsch aufschlossen. Aivaras Mikutis (Tudor Pro Cycling Team) komplettierte das Quintett, das zeitweise einen Vorsprung von über sieben Minuten herausfahren konnte.

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Das Hauptfeld reagierte beim zweiten Anstieg zum Feldberg mit spürbar höherem Tempo. Das Peloton schrumpfte auf etwa 50 Fahrer. Während Mikutis zurückfiel, übernahmen Jamie Meehan (Cofidis), Emiel Verstrynge (Alpecin-Premier Tech) und Tim Wellens (UAE Team Emirates-XRG) die Verfolgung und holten am Kilometer 140 zum Quartett auf. In den letzten 60 Kilometern setzten sich die beiden Belgier Verstrynge und Wellens endgültig vom Hauptfeld ab und hielten den Abstand auf etwa eine Minute.

Am finalen Anstieg zum Mammolshainer reichten Verstrynge die Kräfte nicht mehr aus; Wellens blieb vorerst allein, wurde jedoch schnell von einer zwölfköpfigen Spitzengruppe unterstützt. Zu ihr zählten Alex Baudin (EF Education-EasyPost), Pello Bilbao (Bahrain Victorious), Tom Pidcock, Ben Tulett sowie die Deutschen Felix Engelhardt (Team Jayco AlUla), Florian Storck (Tudor Pro Cycling Team) und Georg Zimmermann.

Die Spitze führte die letzten 35 Kilometer perfekt zusammenarbeitend nach Frankfurt, während das Hauptfeld im Anschluss langsam zusammenschrumpfte. Auf der 6,6 Kilometer langen Schlussrunde innerhalb der Mainmetropole verkürzte sich der Abstand stetig. Am Ende fehlten nur Sekunden, um den Zielsprint noch einmal zu beeinflussen, sodass Zimmermann seine führende Position behielt und vor dem jubelnden Publikum feierte.

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Rund 250.000 Besucher säumten den gesamten Streckenverlauf und verliehen dem UCI-Klassiker erneut den Status eines großen Publikumsfests. Besonders an den Schlüsselpässen im Taunus sowie vor der Alten Oper in Frankfurt sorgte die Kulisse für eine intensive Atmosphäre.

Ergebnis Eschborn–Frankfurt 2026 – Top 3

  1. Georg Zimmermann (Lotto Intermarché), 4:59:34 Stunden
  2. Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team), gleiche Zeit
  3. Ben Tulett (Team Visma I Lease a Bike), gleiche Zeit