Das Radrennen Eschborn-Frankfurt erhöht 2026 seinen sportlichen Anspruch. Die Strecke des UCI-WorldTour-Rennens umfasst am 1. Mai 210 Kilometer und mehr als 3300 Höhenmeter. Ein neuer Anstieg, eine veränderte Taunus-Passage und ein anspruchsvoll gestaltetes Finale erhöhen den Schwierigkeitsgrad deutlich.
Der Renntag beginnt mit einer Änderung des Startbereichs: Aufgrund von Bauarbeiten am Rathausplatz startet das Rennen in diesem Jahr vom Eschenplatz in Eschborn. Von dort führt die Route wie gewohnt durch den Taunus und schließlich nach Frankfurt.
Das neue Profil zeigt einen durchgehend selektiven Kurs ohne längere Erholungsphasen. Jede Steigung wirkt sich auf den Rennverlauf aus und macht die Veranstaltung noch fordernder.

Doppelte Verschärfung am Feldberg und am Mammolshainer Stich
Der Feldberg, eine ikonische Schlüsselstelle im Taunus, wird erneut zweimal befahren – beide Male über die anspruchsvollere südwestliche Auffahrt. Diese Änderung erhöht die Belastung früh im Rennen und schafft neue taktische Möglichkeiten für Attacken.
Auch der Mammolshainer Stich erhält eine veränderte Rolle. Die Anzahl der Überfahrten bleibt zwar bei drei, jedoch rückt die mittlere Passage weiter ins Finale. Zwei steile und enge Anstiege in kurzer Abfolge erhöhen die Anforderungen im letzten Rennabschnitt und könnten entscheidenden Einfluss auf die Vorentscheidung haben.
Neuer Anstieg feiert Premiere: Der Burgweg
Eine wesentliche Neuerung stellt der Burgweg in Schmitten-Niederreifenberg dar. Der nur rund 500 Meter lange, im Durchschnitt 11 Prozent steile Abschnitt unterhalb der Burgruine Oberreifenberg wird erstmals Teil des Rennens. Direkt im Anschluss folgt ohne längere Erholungsphase der Anstieg über das Rote Kreuz zum Feldberg. Der Burgweg wird dreimal befahren und bildet künftig eine zentrale Schlüsselpassage des Rennens.
Einschätzung des Sportlichen Leiters
Fabian Wegmann, Sportlicher Leiter von Eschborn-Frankfurt, betont die gestiegenen Anforderungen:
„Der Radklassiker war bereits herausfordernd, aber die neue Streckenführung erhöht das Niveau weiter. Der Burgweg als zusätzliche Belastung, zwei schwere Feldberg-Passagen und die veränderte Mammolshainer-Sequenz lassen kaum Raum zur Erholung. Im Taunus geht es über 150 Kilometer konstant bergauf und bergab – steiler und höhenmeterreicher als bisher. Damit rückt das Rennen am 1. Mai noch näher an die klassischen Ardennenrennen heran.“



