Beitragsbild: picture alliance für Sporthilfe

Frankfurt

Sechs neue Mitglieder in der Hall of Fame des deutschen Sports

Die Hall of Fame des deutschen Sports hat sechs weitere Persönlichkeiten aufgenommen. Die Ehrung, eine Initiative der Stiftung Deutsche Sporthilfe, fand am 19. November bei PwC Deutschland in Frankfurt am Main statt. Mit der Neuaufnahme umfasst die virtuelle Ruhmeshalle nun 137 Sportlerinnen und Sportler, die durch sportliche Erfolge oder gesellschaftliches Engagement besondere Bedeutung erlangt haben.

Gewählt wurden Greta Blunck (Hockey), Kathrin Boron (Rudern), Britta Heidemann (Fechten), Philipp Lahm (Fußball), Dirk Nowitzki (Basketball) und Maria Riesch (Ski-Alpin). Boron, Heidemann, Lahm und Riesch nahmen persönlich an der Zeremonie teil. Silke Mayer-Nowitzki vertrat ihren Bruder Dirk Nowitzki; Andreas Arntzen, Kuratoriumsmitglied und langjähriger Freund der Familie Blunck, war für Greta Blunck anwesend. Die Laudatio hielt Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg.

In ihren Ansprachen blickten die Geehrten auf ihre Karrieren zurück.

Greta Blunck, Pionierin des Damen-Hockeys: „Als ich den Vorschlag für die Hall of Fame erhielt, war ich zunächst sprachlos. Mein Dank gilt allen, die mich nominiert haben. Diese Auszeichnung widme ich von ganzem Herzen allen Wegbegleitern aus meinem Verein HTHC, all den Kindern, die ich über viele Jahrzehnte trainieren und begleiten durfte, und natürlich auch meinen Hockies – der Gruppe geistig behinderter Menschen, die ich über mehr als 30 Jahre betreuen durfte.“

Kathrin Boron, Deutschlands erfolgreichste Ruderin: „Die Aufnahme berührt mich tief, weil sie nicht nur meine sportlichen Erfolge zeigt und würdigt, sondern mich als Mensch und meine Haltung. Ich denke an viele Jahre Disziplin, an schwere Entscheidungen und an die Menschen, die mir immer vertraut und mich getragen haben. Es ist ein Moment, der mich unendlich dankbar und zugleich demütig macht, weil er mir noch einmal zeigt, wie viel der Sport mir gegeben hat.“

Britta Heidemann, die „Golden-Triple“-Siegerin des Fechtens: „Ich bin sehr stolz, in die Hall of Fame aufgenommen zu werden. Es ist eine große Ehre, unter so vielen herausragenden Athletinnen und Athleten vertreten zu sein. Mein Dank gilt der Sporthilfe und den Kuratorinnen und Kuratoren, die den Spitzensport und damit auch die gesamte Sportlandschaft stärken. Diese Wertschätzung bedeutet mir enorm viel.“

Philipp Lahm, Kapitän der Weltmeistermannschaft 2014: „Es ist eine große Ehre für mich, mit so außergewöhnlichen Sportlerinnen und Sportlern aus verschiedensten Disziplinen – und vor allem mit so beeindruckenden Persönlichkeiten – in einer Reihe zu stehen. Diese Auszeichnung bedeutet mir besonders viel, weil sie nicht nur meine sportliche Karriere würdigt, sondern auch mein Engagement abseits des Platzes.“

Dirk Nowitzki, „The German Wunderkind“: „Mein Dank gilt der Sporthilfe, dem DOSB, dem VDS und der Jury, die mich gewählt hat. Es ist mir eine große Ehre, heute aufgenommen zu werden. Ein besonderer Dank geht auch an die Förderer und Partner der Sporthilfe, insbesondere an das Kuratorium, dessen Unterstützung jungen Athletinnen und Athleten hilft, ihre Träume zu verwirklichen. Auch mir hat die Sporthilfe als jungem Athleten Türen geöffnet – dafür bin ich bis heute dankbar.“

Maria Risch, die „Stehauf-Frau“: „Die Sporthilfe hat mich schon früh begleitet und entscheidend gefördert – gerade in einer Zeit, in der bei mir Reisen und Training enorme Kosten verursachten. Ich bin dankbar, der Sporthilfe bis heute eng verbunden zu sein und bei Veranstaltungen etwas zurückgeben zu können. Ich hoffe sehr, dass die Sporthilfe weiterhin so erfolgreich arbeitet und auch kommende Generationen stark unterstützt.“

Die Hall of Fame des deutschen Sports dokumentiert die Geschichte des deutschen Sports und soll die öffentliche Auseinandersetzung mit seinen Persönlichkeiten fördern. Vorschlagsberechtigt sind neben der Sporthilfe der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS). Die Wahl treffen die lebenden Mitglieder der Hall of Fame sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Politik und Institutionen.