Beitragsbild: Contre-Nature, Patrick Imbert, Tanzfestival RM

Frankfurt

Tanzfestival Rhein-Main 2025 endet mit Besucherrekord

Frankfurt, 17.11.2025 – Die zehnte Ausgabe des Tanzfestival Rhein-Main ist am Sonntag mit einem neuen Besucherrekord zu Ende gegangen. Insgesamt 13.724 Besucher*innen nahmen an den Veranstaltungen in Darmstadt, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden teil. Damit verzeichnet das Festival ein Wachstum von rund 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr. An 18 Festivaltagen wurden 26 Bühnenstücke, Filme sowie ergänzende Formate wie Workshops, Publikumsgespräche und offene Partys präsentiert.

Jubiläumsausgabe unter dem Motto „Now or Never“

Die 10. Ausgabe widmete sich dem Motto „Now or Never“, das zentrale Themen wie Risiko- und Grenzerfahrungen, gesellschaftliche Verantwortung und alternative Zukunftsentwürfe aufgriff. Viele Produktionen beschäftigten sich mit historischen Wendepunkten und individuellen Perspektiven auf Erinnerung und Wandel. Diese Schwerpunkte fanden sowohl in der Publikumsresonanz als auch in den Gesprächen im Anschluss an die Vorstellungen Widerhall.

Produktionen und künstlerische Höhepunkte

Mehrere Arbeiten thematisierten persönliche oder gesellschaftliche Grenzbereiche:

  • What Is War ( Wen Hui & Eiko Otake )

  • The Voice ( Rita Mazza )

  • Corps de Walk ( Sharon Eyal / Hessisches Staatsballett )

  • Rave Lucid ( Company Mazelfreten )

  • AFTER ALL ( Solène Weihnachter )

  • Rinse ( Amrita Hepi & Mish Grigor )

  • Gugus! ( Rebecca Weingartner )

  • Glitz ( Sebastian Weber Dance Company )

Als Spotlight-Künstler prägte Rachid Ouramdane die Jubiläumsausgabe mit drei Arbeiten. Den Festivalauftakt bildete Corps extrêmes im Staatstheater Darmstadt, ein Werk, das waghalsige Akrobatik und präzise Hochseil- und Kletterelemente als Metapher für gesellschaftlichen Zusammenhalt inszenierte. Die Produktion wurde vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert.

Tanztag Rhein-Main und Abschlussprogramm

Zum Festivalfinale stand erneut die aktive Teilnahme des Publikums im Mittelpunkt. Beim Tanztag Rhein-Main öffneten Tanzschulen, Theater und Studios in der gesamten Region ihre Türen und boten über 120 Schnupperkurse an. Der Abend endete im Künstler*innenhaus Mousonturm mit einem großen Tanzfest. Parallel dazu feierte das Staatstheater Darmstadt die ausverkaufte Darmstadt-Premiere von Corps de Walk.

Den inhaltlichen Abschluss bildeten die Produktionen BONES ( Claude Jansen / Fabrice Mazliah ) und CAÇADA! ( Idylla Silmarovi / Ka’adela Platform ) im Frankfurt LAB.

Stimmen aus dem Festival

Dr. Susanne Völker, Geschäftsführerin Kulturfonds Frankfurt RheinMain, hob die inhaltliche Vielfalt und internationale Ausrichtung des Programms hervor und betonte den Impuls, den das Motto „Now or Never“ für das zeitgenössische Tanznetzwerk gesetzt habe.

Anna Wagner, Ko-Kuratorin des Festivals und Ko-Intendantin des Künstler*innenhaus Mousonturm, verwies auf die starke Publikumsnachfrage und die Vielfalt des Publikums. Die Jubiläumsausgabe habe erneut gezeigt, wie das Festival städteübergreifend als Netzwerk und kulturelle Plattform wirken könne.

Bruno Heynederickx, Ko-Kurator und Ballettdirektor des Hessischen Staatsballetts, betonte die Bedeutung des Mottos für die künstlerische Ausrichtung der Produktionen und verwies auf die starke Resonanz, die das Programm beim Publikum gefunden habe.

Das Tanzfestival Rhein-Main wird durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain ermöglicht und erhält zusätzliche Förderung durch das Kulturdezernat der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, die Aventis Foundation und die Dr. Marschner Stiftung. Unterstützung kam zudem von der Energieversorgung Offenbach (EVO).