Der irische Musiker Rea Garvey hat mit seinem neuen Buch „Before I Met Supergirl“ einen tiefen Einblick in seine Kindheit und Jugend in Irland gewährt. Das Buch, das anlässlich der Buchmesse veröffentlicht wurde, nimmt die Leser mit auf eine Reise durch die widersprüchlichen und intensiven Jahre seiner Jugend. Parallel dazu hat Garvey sein neues Album mit dem gleichen Namen veröffentlicht, das den passenden Soundtrack zu seiner persönlichen Geschichte liefert.
In „Before I Met Supergirl“ beschreibt Garvey seine Erfahrungen in einem Haus voller Geschwister, seine ersten musikalischen Erlebnisse und seine Rebellion gegen ein oft einengendes System. Er schildert die Energie nächtlicher Techno-Ekstasen in Belfast ebenso eindringlich wie die stillen Momente an historischen Orten wie Templemore oder Abbeyleix. Zwischen Stränden wie Tramore Beach in Waterford, Festivals in Dublin und Begegnungen in Tralee zeichnet sich eine Jugend ab, die von Aufbruch, Verlust und unerschütterlicher Lebenslust geprägt ist.
Garvey betont in seinem Buch die Bedeutung der Musik als Kompass, Anker und Hoffnungsträger in seinem Leben. Seine Erinnerungen sind persönlich, gleichzeitig aber universell und laden dazu ein, den eigenen Wurzeln nachzuspüren, die Kraft der Gemeinschaft zu entdecken und das Vertrauen in den Glauben nicht zu verlieren.
1998 verließ Rea Garvey Irland, um in Deutschland als Musiker Fuß zu fassen. Kurz darauf gründete er die Band Reamonn, deren Debüt „Supergirl“ zum Hit wurde. Heute, nach mehreren Soloalben und zahlreichen TV-Auftritten, blickt er zurück auf seine irische Vergangenheit – ehrlich, bewegend und mit tiefem Respekt vor dem Leben.
Irland als Bühne der Erinnerungen
Die Schauplätze von Rea Garveys Buch sind mehr als Kulissen – sie sind Teil seiner Geschichte. Dublin, die pulsierende Hauptstadt, in der Gegensätze aufeinandertreffen; Belfast, wo Musik und Nachtleben ein Ventil für Freiheit boten; das beschauliche Tramore mit seinem weiten Strand; Templemore mit seiner Abbey, die von Tradition und Spiritualität erzählt; Tralee, bekannt für das Festival Rose of Tralee; und schließlich Abbeyleix mit seinem Moorwanderweg, einem Ort der Stille und Selbstreflexion. Diese Orte sind eingebettet in Garveys Erzählungen und machen deutlich, wie eng Landschaft, Kultur und Musik in Irland miteinander verwoben sind. Wer das Land besucht, erkennt vieles von dem wieder, was Garvey in seinen Erinnerungen beschreibt: die Sehnsucht, das Ringen mit der Vergangenheit – und die Freude am Neubeginn.



