Bericht

Mit T-Shirt Kanone statt Pfeil und Bogen: Abahachi, Ranger und Dimitri auf Kinotour in Frankfurt

 

Das IMAX im Cinestar Metroplis Frankfurt ist voll besetzt, als die drei Hauptdarsteller von „Das Kanu des Manitu“ den Kinosaal betreten: Michael „Bully“ Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian haben es sich nicht nehmen lassen, die Fortsetzung von „Der Schuh des Manitu“ mit einer Kinotour quer durch Deutschland zu begleiten.

Der Terminplan ist eng gesteckt, vier Kinosäle in zwei Städten stehen auf dem Programm, allein an diesem Samstag. Eine Autogrammstunde gibt es zwar leider nicht, dafür machen die drei Stars mächtig Stimmung im Saal: Kappen und T-Shirts werden verteilt, das mittlerweile obligatorische Kinogruppenfoto für Instagram gemacht, bevor „Bully“ zur Verabschiedung betont, „wir haben den Film wirklich nur für Euch gemacht“ und dem Publikum „von Herzen ganz viel Spass“ mit dem Film wünscht – „Wir wollen, dass Deutschland mal wieder gemeinsam lacht“

24 Jahre mußten Fans auf die Fortsetzung des größten deutschen Filmerfolgs um den „alten weißen Mann“ Ranger, Apachenhäuptling Abahachi und seinen Zwillingsbruder Winnetouch sowie dem Griechen Dimitri warten. Trotz der langen Wartezeit gelingt dem Trio ein überraschend junggebliebenes Filmwerk, dass zwar keine neuen Massstäbe setzt, aber gekonnt unzählige Slapstick-Einlagen, platte wie feinere Gags sowie zahlreiche Homagen an Größen des Filmgenres liefert. Die 88 Minuten des Films  – vielleicht nicht ganz zufällig genauso lange wie die damalige „Extra Large“ Fassung – erscheinen daher kurzweilig; das Fanherz wird reichlich bedient und das Ende lässt Raum für einen möglichen dritten Teil… wenn, hoffentlich dann nicht in 24 Jahren.